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Magnetbohrmaschinen für die Metallbearbeitung

Das RUKO Angebot umfasst Maschinen und passendes Zubehör für unterschiedliche Aufgaben in der Metallbearbeitung. Die passende Maschine für Ihre Anwendung hängt von der Art der Bearbeitungsaufgabe, dem verwendeten Werkzeug und den Anforderungen des Werkstücks ab.

Im Fokus stehen Magnetbohrmaschinen für die Metallbearbeitung zum Kernbohren, Spiralbohren, Senken und Gewindeschneiden.

Magnetbohrmaschinen: Einsatzbereiche und Auswahl

Eine Magnetbohrmaschine besteht aus einer Bohrantriebseinheit und einem Magnetfuß, der die Maschine auf einer passenden magnetischen Oberfläche fixiert. Das ermöglicht eine direkte Positionierung der Maschine am Werkstück, wie etwa beim Bohren an größeren Metallkonstruktionen.

Mit den Modellen A10, RU25 und RU40 bietet RUKO drei Magnetbohrmaschinen für unterschiedliche Anforderungen an. Je nach Modell können sie zum Kernbohren, Spiralbohren, Senken und Gewindeschneiden eingesetzt werden. Bei der Auswahl sind unter anderem die Leistung, die Werkzeugaufnahme, der Bohrdurchmesser und das Gewicht relevant.

RUKO Magnetbohrmaschinen im Vergleich

MerkmalA10RU25RU40
Leistung1.100 W1.200 W1.800 W
Magnetische Haftkraft10.000 N16.000 N20.000 N
KernbohrerØ 12,0 – 35,0 mmØ 12,0 – 50,0 mmØ 12,0 – 80,0 mm
Max. Schnitttiefe Bis 50,0 mmBis 55,0 mmBis 110,0 mm
SpiralbohrerBis Ø 13,0 mmBis Ø 20,0 mmBis Ø 32,0 mm
Kegelsenker–Ø 10,0 – 40,0 mmØ 10,0 – 55,0 mm
Gewindeschneiden–M3 – M20M3 – M30
AufnahmeWeldonschaft 19,0 mm (3/4")Morsekegel MK 2 Weldonschaft (3/4")Morsekegel MK 3 Weldonschaft (3/4")
Getriebe1 Gang2 Gänge4 Gänge
Gewicht10,5 kg16,0 kg22,0 kg

Die technischen Unterschiede zeigen, für welche Anforderungen die drei Modelle ausgelegt sind:

  • A10: Sie ist die leichteste der drei Magnetbohrmaschinen mit einem Gewicht von 10,5 kg. Sie besitzt eine Weldonaufnahme (nicht auswechselbar), eine automatische Kühlmittelzufuhr und eine Reduzierung der Magnethaftkraft auf 50 % zum Nachjustieren bei ausgeschaltetem Motor.
  • RU25: Erweitert den Anwendungsbereich durch ein 2-Gang-Getriebe, Drehzahlregelung und Rechts-/Linkslauf. Damit sind unter anderem Senkungen und Gewindeschneidarbeiten bis M20 möglich.
  • RU40: Mit 1.800 W, einem 4-Gang-Getriebe, einer Haftkraft von 20.000 N und einer Schnitttiefe von bis zu 110,0 mm deckt dieses Modell den größten Bearbeitungsbereich der drei Modelle ab. Eine serienmäßig integrierte Feinverstellung erleichtert das Positionieren.

Damit lässt sich die passende Magnetbohrmaschine anhand der tatsächlichen Bearbeitungsaufgabe auswählen – von kompakten Kernbohrungen bis zu größeren Bohrdurchmessern, Senk- und Gewindearbeiten.

Welche Aufnahme zu welchem Werkzeug passt und wie sich beispielsweise Weldon- und Morsekegelschäfte unterscheiden, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Welche Schäfte gibt es für Bohrer?“.

Magnetbohrmaschinen in der Anwendung

Die RU25 im praktischen Einsatz: Das Anwendungsvideo zeigt die Magnetbohrmaschine bei der Bearbeitung von Metall: Anwendungsvideo RU25

Die RU40 im praktischen Einsatz: Sehen Sie im Anwendungsvideo, wie die Magnetbohrmaschine bei der Metallbearbeitung eingesetzt wird: Anwendungsvideo RU40

Haftkraft bei Magnetbohrmaschinen richtig einordnen

Die magnetische Haftkraft ist ein entscheidender Kennwert einer Magnetbohrmaschine, variiert jedoch in der Praxis je nach Werkstück. Die Haftbedingungen des Magnetfußes werden durch den Werkstoff, die Materialstärke und die Beschaffenheit der Auflagefläche beeinflusst.

Eine geeignete magnetische, saubere und ebene Auflagefläche bildet dafür die Grundlage. Deshalb sollten vor der Bearbeitung die Bedingungen am Werkstück sowie die Vorgaben der jeweiligen Maschine überprüft werden.

Beim Bohren von Materialstärken unter 12,0 mm sollte eine Stahlplatte entsprechender Stärke unter das zu bearbeitende Werkstück gelegt werden, damit der Elektromagnet seine Haftkraft besser entfalten kann.

Die magnetische Haftkraft kann außerdem beeinträchtigt werden durch:

  • unebene, lackierte, verschmutzte oder beschichtete Auflageflächen
  • legierte Werkstoffe
  • einen plötzlichen oder zu starken Spannungsabfall im Stromnetz
  • einen zu hohen Vorschub während des Bohrvorgangs

Magnetbohrmaschine und Kernbohrer aufeinander abstimmen

Beim Kernbohren müssen Maschine, Werkzeugaufnahme und Kernbohrer zusammenpassen. Entscheidend sind Aufnahme, Werkzeugdurchmesser und benötigte Schnitttiefe.

Die Grundlagen des Kernbohrens finden Sie im Beitrag „Was ist ein Kernbohrer?“. Wie Kernbohrer in der Praxis eingesetzt werden und worauf es bei Drehzahl, Vorschub und Kühlung ankommt, zeigt der Blogbeitrag „Kernbohrer HSS PerforMAX perfekt einsetzen“. Ergänzende Richtwerte zur Drehzahl bietet die RUKO Drehzahltabelle.

Zubehör für Magnetbohrmaschinen

Es gibt geeignete Aufnahmen und Adapter für verschiedene Werkzeuge. Das RUKO-Sortiment beinhaltet unter anderem Aufnahmehalter, Schnellspannaufnahmen, Reduzierhülsen, Bohrfutter, Adapter, etc.

Das vollständige Angebot finden Sie unter Magnetbohrmaschinen Zubehör.

Häufige Fragen zu Magnetbohrmaschinen

Eine Magnetbohrmaschine wird über einen Magnetfuß direkt auf einer geeigneten magnetischen Oberfläche fixiert. Dadurch lässt sie sich auch an großen oder schwer zu bewegenden Werkstücken positionieren, ohne dass das Werkstück in einer stationären Maschine eingespannt werden muss.

Je nach Modell und Werkzeugaufnahme können Magnetbohrmaschinen zum Kernbohren, Spiralbohren, Senken und Gewindeschneiden eingesetzt werden. Welche Bearbeitungen und Werkzeugdurchmesser möglich sind, hängt vom jeweiligen Maschinenmodell ab.

Nein. Für die magnetische Haftung ist eine geeignete magnetische Auflagefläche erforderlich. Zusätzlich beeinflussen Materialstärke und Oberflächenbeschaffenheit die Haftbedingungen. Bei Werkstücken unter 12,0 mm Materialstärke sollte eine zusätzliche Stahlplatte untergelegt werden, um die magnetische Haftung zu verbessern. Rost, Beschichtungen oder Unebenheiten können den Kontakt zwischen Magnetfuß und Werkstück beeinträchtigen.

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