Lochsägen von RUKO: Präzision und Effizienz für anspruchsvolle Durchgangsbohrungen

Entdecken Sie unser breites Sortiment an hochwertigen RUKO Lochsägen für präzise Durchgangsbohrungen – von dünnwandigen Blechen bis zu robusten Profilen. Durch die ringförmige Zerspanung wird nur der äußere Umfang geschnitten – das verringert den Kraftaufwand, minimiert den Materialverzug und sorgt für saubere Schnittkanten.

Die RUKO Lochsägen sind für professionelle Anwender in der Metallbearbeitung, im Schaltschrankbau, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Installationstechnik entwickelt worden. Ob als Bimetall-Ausführung oder hartmetallbestückte Variante – unsere Lochsägen bieten hohe Standzeiten, präzise Zahngeometrien und zuverlässige Performance auch bei anspruchsvollen Werkstoffen. Lochsägen sind sowohl einzeln als auch als Sets erhältlich.

Was ist eine Lochsäge?

Eine Lochsäge ist ein Bohrwerkzeug mit ringförmigem Schneidkranz zur Herstellung größerer Durchgangsbohrungen in Metall und dünnwandigen Werkstoffen. Im Gegensatz zu Spiralbohrern wird nicht das gesamte Material innerhalb des Bohrdurchmessers entfernt, sondern nur der äußere Ring durchtrennt.

Aufbau einer Lochsäge

Typischerweise besteht eine Lochsäge aus:

  • gezahntem Schneidkranz (z. B. Bimetall oder hartmetallbestückt)
  • stabilem Grundkörper
  • Aufnahme (separat oder Lochsäge ist aus einem Stück)
  • Zentrierbohrer zur exakten Führung

Der Zentrierbohrer legt den Ansatzpunkt fest, während der Schneidkranz das Material ringförmig durchschneidet. Das ausgeschnittene Material verbleibt als Bohrkern im Inneren der Lochsäge und kann anschließend entfernt werden. Es besteht die Möglichkeit mit einer Auswurffeder zu arbeiten. Hierbei wird der Kern aus dem Inneren der Lochsäge entfernt.

Funktionsprinzip

Da nur der äußere Umfang zerspant wird, ist der Materialabtrag geringer als bei Vollbohrern. Dadurch lassen sich Durchmesser wie 35 mm, 68 mm oder 100 mm effizient herstellen – bei gleichzeitig reduzierter Belastung für Maschine und Werkzeug.

Typische Einsatzbereiche von Lochsägen

Lochsägen kommen überall dort zum Einsatz, wo größere Durchgangsbohrungen in dünnwandigen Metallen wirtschaftlich und präzise hergestellt werden müssen. Besonders in industriellen Anwendungen spielen Maßhaltigkeit, saubere Schnittkanten und Prozesssicherheit eine zentrale Rolle.

Schaltschrank- und Gehäusebau

  • Kabeldurchführungen in Stahl- und Edelstahlblechen (z. B. 22 mm, 35 mm, 68 mm)
  • Belüftungsöffnungen in Schaltschranktüren
  • Montageöffnungen für Steckverbinder und Bedienelemente

Hier sind präzise, gratfreie Durchbrüche besonders wichtig, um Passgenauigkeit und Dichtigkeit zu gewährleisten.

Metallverarbeitung

  • Bohrungen in Stahl- und Edelstahlblechen
  • Durchbrüche in Aluminiumprofilen
  • Rohrdurchführungen in dünnwandigen Konstruktionen

Für große Bohrdurchmesser sind Lochsägen effizienter als Spiralbohrer.

Maschinen- und Anlagenbau

  • Wartungs- und Inspektionsöffnungen
  • Anschlussdurchführungen für Leitungen und Sensorik
  • technische Durchbrüche in Gehäusen oder Abdeckungen

Hier stehen Maßhaltigkeit, Wiederholgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus.

Ob im Schaltschrankbau, in der Metallverarbeitung oder im Anlagenbau – Lochsägen eignen sich besonders beim Bohren größerer Durchmesser.

Welche Lochsäge ist die richtige?

Die Wahl der richtigen Lochsäge hängt vom Werkstoff, der Materialstärke und der Einsatzhäufigkeit ab. Grundsätzlich werden dabei zwei Arten unterschieden:

Bimetall-Lochsägen

  • flexibel und bruchsicher durch Federstahlkörper
  • Zahnleiste aus HSS oder HSS-Co 5
  • hohe Standzeit bei Stahl, Edelstahl und Aluminium
  • geeignet für Materialstärken bis zu 38 mm (werkstoffabhängig)

Die Verwendung von HSS-Co 5 erhöht insbesondere bei Edelstahl die Temperaturbeständigkeit und verbessert die Standzeit unter anspruchsvollen Bedingungen.

Hartmetall-Lochsägen

  • extrem verschleißfest
  • sehr temperaturbeständig
  • ideal für hochlegierte Stähle, Edelstahl und abrasive Werkstoffe
  • geeignet für professionelle handwerkliche Anwendungen

Hartmetall-Lochsägen sind die richtige Wahl bei anspruchsvollen Materialien oder hoher Wiederholfrequenz. Sie bieten maximale Standzeit und konstante Schnittqualität.

HSS-Lochsägen

  • präzise Schneidleistung
  • geeignet für dünne Bleche
  • wirtschaftlich bei gelegentlichem Einsatz

HSS-Lochsägen eignen sich besonders für leichtere Anwendungen und geringere Materialstärken. Mit steigender Materialhärte und Wandstärke empfiehlt sich der Einsatz robusterer Ausführungen z.B: hartmetallbestückter Varianten.

Weitere Details zu Bimetall-Lochsägen, Zahnungsformen und Werkstoffeignung finden Sie in unserem Blogbeitrag: Bimetall-Lochsägen und ihre Anwendungen | RUKO

Wichtige Auswahlkriterien bei Lochsägen

Damit eine Lochsäge zuverlässig und wirtschaftlich arbeitet, sollten mehrere technische Faktoren berücksichtigt werden. Neben dem Werkstoff spielen insbesondere Durchmesser, Schnitttiefe und Zahnteilung eine entscheidende Rolle für Schnittqualität und Standzeit.

Durchmesser

Der benötigte Durchmesser richtet sich nach der konkreten Anwendung und dem vorgesehenen Einbaumaß. Typische Größen im industriellen Umfeld sind beispielsweise:

  • 22 - 35 mm für Kabel- und Leitungsdurchführungen
  • 68 mm für Installationsöffnungen
  • 80 - 100 mm für Rohr- oder Lüftungsdurchführungen

Mit zunehmendem Durchmesser steigen Drehmomentanforderung und Belastung für Maschine und Aufnahme. Deshalb sollte die Maschine ausreichend Leistung sowie eine regelbare Drehzahl besitzen.

Schnitttiefe

Die Schnitttiefe wird durch die Höhe des Schneidkranzes begrenzt.

  • Standard-Lochsägen ermöglichen in der Regel Schnitttiefen von über 30 mm
  • Tiefschnittvarianten erreichen 50 mm oder mehr

Für dickere Materialien oder mehrlagige Konstruktionen ist eine größere Schnitttiefe erforderlich. Dabei sollten Späne regelmäßig entfernt und gegebenenfalls Kühlmittel eingesetzt werden, um Überhitzung zu vermeiden.

Zahnteilung (TPI – Teeth per Inch)

Die Zahnteilung beeinflusst Spanbildung, Laufruhe und Schnittqualität.

  • Feine Verzahnung: geeignet für dünne Bleche, ruhiger Schnitt, geringere Gratbildung, für eher harte Werkstoffe
  • Mittlere Verzahnung: universell einsetzbar
  • Grobe Verzahnung: höherer Materialabtrag bei stärkeren Wandstärken, für eher weichere Werkstoffe

Neben der Zahnteilung spielt auch die Zahnform eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Zahngeometrien beeinflussen Spanabfuhr, Laufruhe und Schnittqualität – insbesondere bei Edelstahl oder hochfesten Werkstoffen. Eine falsch gewählte Zahnteilung oder Zahnform kann zu Vibrationen, unsauberen Schnittkanten oder vorzeitigem Verschleiß führen.

Aufnahme

Die Aufnahme muss zur eingesetzten Maschine passen.

Gängige Varianten sind:

  • 6-kant-Schaft für Hand- und Ständerbohrmaschinen
  • MK Aufnahme für Maschinen mit entsprechender Aufnahme bei großen auftretenden Kräften

Für die Arbeitssicherheit und die Rundlaufgenauigkeit ist eine stabile Verbindung zwischen Aufnahme und Lochsäge entscheidend.
Die richtige Kombination aus Durchmesser, Schnitttiefe, Zahnteilung und Aufnahme bestimmt maßgeblich die Leistungsfähigkeit der Lochsäge. Eine sorgfältige Auswahl erhöht die Standzeit und sorgt für saubere, maßhaltige Bohrungen.

Mehr zur Unterscheidung von HSS- und Hartmetall-Lochsägen, Anwendungsempfehlungen und Schnitttiefen finden Sie in unserem Blogbeitrag: Das solltest du über HSS und Hartmetall-Lochsägen wissen | RUKO

Zubehör für Lochsägen – Aufnahmehalter, Zentrierbohrer und Verlängerungen

Für einen sicheren und präzisen Einsatz von Lochsägen ist das passende Zubehör entscheidend. Neben der eigentlichen Lochsäge beeinflussen Aufnahme, Zentrierbohrer und optionales Zusatzmaterial maßgeblich Rundlaufgenauigkeit, Schnittqualität und Standzeit.

Wichtige Zubehörkomponenten sind:

Aufnahmehalter
Der Aufnahmehalter stellt die Verbindung zwischen Lochsäge und Maschine her und gewährleistet eine sichere Drehmomentübertragung. Die Aufnahme muss zur Maschine passen (z. B. 6-kant oder MK Aufnahme).

Ein präziser Rundlauf der Lochsäge ist entscheidend für maßhaltige Bohrungen, geringe Vibrationen und eine gleichmäßige Belastung der Schneiden.

Zentrierbohrer
Der Zentrierbohrer sorgt für ein präzises Ansetzen und verhindert ein Verlaufen der Lochsäge. Je nach Anwendung kommt vorwiegend für HSS- oder HSS-Co 5 (für Edelstahl) zum Einsatz.

Verlängerungen
Für tieferliegende oder schwer zugängliche Bohrpositionen können Verlängerungen eingesetzt werden. Hier ist besonders auf Stabilität und Rundlaufgenauigkeit zu achten.

Ersatz-Zentrierbohrer und Auswurffedern
Bei intensiver Nutzung empfiehlt sich das Vorhalten von Ersatzkomponenten, um Stillstandzeiten zu vermeiden.

Das abgestimmte Zusammenspiel von Lochsäge und Zubehör verbessert Rundlauf und Bohrqualität.

Anwendungshinweise für Lochsägen

Damit Lochsägen ihre maximale Standzeit und Schnittqualität erreichen, sollten Drehzahl, Vorschub und Kühlung an Werkstoff und Durchmesser angepasst werden. Die werkstoffgerechte Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus Durchmesser und Drehzahl und beeinflusst maßgeblich Standzeit, Wärmeentwicklung und Bohrqualität. Eine richtige Anwendung reduziert Verschleiß, verhindert Überhitzung und sorgt für saubere, maßhaltige Durchbrüche.

Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich:

  • eine reduzierte Drehzahl bei Edelstahl und hochlegierten Stählen
  • ein gleichmäßiger, moderater Vorschub ohne übermäßigen Druck
  • der Einsatz von Kühl- und Schmierstoffen zur Reduzierung von Reibung und Hitze
  • eine sichere Fixierung des Werkstücks zur Vermeidung von Vibrationen
  • besonders bei tieferen Schnitten sollte auf eine ausreichende Spanabfuhr geachtet werden

Eine kontrollierte Arbeitsweise erhöht die Standzeit der Lochsäge und verbessert die Bohrqualität.

FAQs zu Lochsägen

Für Edelstahl sollten hochwertige HSS-Co 5 Bimetall-Lochsägen mit gehärteter Zahngeometrie oder hartmetallbestückte Ausführungen verwendet werden. Edelstahl ist zäh und erzeugt hohe Reibung sowie Wärmeentwicklung. Deshalb sind eine reduzierte Drehzahl, gleichmäßiger Vorschub und der Einsatz von Schneidöl oder Kühlschmierstoff entscheidend für eine hohe Standzeit.

Bei Serienanwendungen oder größeren Materialstärken sind hartmetallbestückte Varianten besonders wirtschaftlich, da sie eine höhere Verschleißfestigkeit bieten.

Lochsägen arbeiten mit einem gezahnten Schneidkranz und sind vor allem für Bleche, dünnwandige Profile und Rohre geeignet. Sie werden typischerweise in Handbohrmaschinen oder stationären Maschinen eingesetzt.

Im Gegensatz dazu haben Kernbohrer durchgehende Schneiden und kommen in der Regel bei Magnetbohrmaschinen zum Einsatz. Sie sind für massive Werkstoffe und größere Materialstärken ausgelegt. Während Kernbohrer präzise Bohrungen in Vollmaterial ermöglichen, sind Lochsägen ideal für wirtschaftliche Durchgangsbohrungen in eher dünnwandigen Materialien.

Hartmetall-bestückte Lochsägen können unter bestimmten Voraussetzungen professionell nachgeschliffen werden. Voraussetzung ist, dass ausreichend Schneidenmaterial vorhanden ist und die Geometrie erhalten bleibt. Das Nachschleifen sollte ausschließlich durch spezialisierte Schleifbetriebe erfolgen.

Bimetall-Lochsägen werden in der Praxis meist ersetzt, da ein wirtschaftliches Nachschleifen aufgrund der Zahnstruktur kaum möglich ist.

Die richtige Drehzahl hängt vom Durchmesser und vom Werkstoff ab. Grundsätzlich gilt: Je größer der Durchmesser und je härter das Material, desto niedriger sollte die Drehzahl gewählt werden.

Zu hohe Drehzahlen führen zu starker Wärmeentwicklung, vorzeitigem Zahnverschleiß und schlechterer Schnittqualität. Besonders bei Edelstahl ist eine reduzierte Schnittgeschwindigkeit entscheidend. Herstellerangaben zur empfohlenen Drehzahl sollten stets berücksichtigt werden.

Verkanten entsteht häufig durch ungleichmäßigen Vorschub oder instabile Werkstückfixierung.

Wichtig sind:

  • eine saubere Zentrierung über den Führungsbohrer
  • ein stabiler Halt des Werkstücks
  • gleichmäßiger, moderater Vorschub
  • verwenden Sie keinen übermäßigen Druck

Späne sollten regelmäßig entfernt werden, besonders bei tieferen Schnitten.

Grundsätzlich ja – sofern der Akkuschrauber ausreichend Drehmoment bietet. Bei großen Durchmessern oder härteren Werkstoffen empfiehlt sich jedoch eine leistungsstärkere Bohrmaschine mit regelbarer Drehzahl.

Wichtig ist außerdem eine stabile Aufnahme sowie eine sichere Fixierung des Werkstücks. Um genaue Resultate zu erzielen, sollte ein kontrollierter Vorschub verwendet werden.

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